Das Bienenvolk

Das Bienenvolk besteht zwar aus einer im Jahreslauf sich verändernden Masse von Einzelbienen, ist aber viel eher als Gesamtorganismus (der Bien) zu betrachten. Weder einzelne Bienen noch kleine Gruppen von Bienen sind in der Lage alleine zu überleben. Die Arbeitsteilung ist dermaßen hoch entwickelt, dass nur durch ein Zusammenwirken aller Volksteile der Bestand des Biens gewährleistet ist.

Zusammensetzung

Wintervolk:
1 Königin (lebt mehrere Jahre), 5.000 – 15.000 langlebige Arbeiterinnen (Lebensdauer: 6 – 9 Monate)


Sommervolk:
1 Königin, 15.000 – 50.000 kurzlebige Arbeiterinnen (Lebensdauer: einige Wochen), einige hundert Drohnen


Besondere Phasen (mit abweichender Zusammensetzung):
Schwarmzeit, Überweiselung, Nachschaffung, Drohnenbrütigkeit, Weisellosigkeit

Pestizidfreier Honig

Pestizid ist ein chemisch hergestelltes Gift, welches mit Wasser verdünnt und in der Landwirtschaft angewendet wird.
Dieses Gift wird meistens im Obst, Gemüse- und Gartenbau bis ca. 1.200 m. verwendet. Das Umweltministerium prüft genau welche Menge verwendet werden darf. Die Bauern müssen sich an eine bestimmte Zeit halten wenn sie ihren Anbau mit Pestizieden einspritzen. Gespritzt werden darf laut Vorschrift nur sehr früh am Morgen oder bei Einbruch der Dunkelheit. Der Grund dafür ist, dass sehr früh am Morgen und spät am Abend keine Bienen fliegen. Würden die Bienen von den Pestizieden bespritzt werden, fallen sie von dem bestimmten bespritzten Obst, Gemüse oder Gartenbau und sterben. Manche Bienen schaffen es noch zurück zu ihrem Stock zu fliegen doch die meisten Stöcke verweigern der vergifteten Biene den Zutritt zum Stock und die Biene stirbt.
Da Ischgl auf 1.377 m Seehöhe liegt, werden bei uns keine Pestiziden gespritzt und die Bienen suchen ihren Honig in der freien Natur. Himbeeren, Alpenrosen, Löwenzahn und andere Blumen/Beeren werden von den Bienen beflogen, dort werden die Blütenpollen gesammelt und anschließend zum Stock befördert.

 

Weiteres

Als vor ca. 26 Jahren die Varroa-Milbe in Europa alle Bienenstände befiel, waren einzelne Gebiete, die klimatisch für diesen Parasiten besonders günstig waren, total vom Aussterben der Bienen betroffen.


Weil dort die Obstbäume viel zu wenig bei der Blüte bestäubt wurden, sind Wanderimker angemietet worden.
Diese stellten während der Blütenzeit ihre Bienen dort auf, wurden bezahlt und fuhren wieder ab.


Im Auftrag des amerikanischen Verteidigungsministeriums wurden von Biologen die verschiedenen Fähigkeiten unserer Honigbienen genauer unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist ein neuer Einsatzbereich als geflügelte Minensucher, um das weltweite Problem der sogenannten Anti-Personen-Minen zu reduzieren.

 

 

Wussten Sie, dass...

...eine Biene in einer Minute 10 Blüten besucht

...ein Ausflug einer Biene ca. 10 Minuten dauert und sie dabei 40 Blüten besucht?
...ein Bienenvolk je Tag ca. 10.000 Bienen aussendet und diese dabei ca. 40 Millionen Blüten besuchen?
...für die Erzeugnung von 1 kg Honig ca. 150.000 Bienen mit ihrer vollen Honigbalse in den Bienenstock      zurückkommen müssen. Bei diesem Ausflug besuchen sie etwa 1,5 Millionen Blüten.
...für die Erzeugung von 1 kg Honig diese Bienen eine Flugstrecke von 7x um die Welt, das sind 280.000 km zurücklegen müssen?